
Hochwertige dreidimensionale Designelemente lassen sich laut N&H sehr gut mit Epoxy realisieren. Bei den Tasten wird anstatt einer „normalen“ Prägung (thermische Umformung der Folie) Epoxymaterial aufgetragen, das wegen seiner Transparenz eine besonders hochwertige und glänzende Oberfläche erzeugt. Dabei sind sowohl runde als auch andere Konturen möglich. „Das Epoxy-Design ist bei den meisten Folientastaturen einsetzbar und eignet sich auch für Bereiche ohne Schaltfunktion, zum Beispiel für Typenschilder und Logos“, verdeutlicht Eugen Froch, Leiter Vertrieb & Technik von N&H.
Bei einer anderen Variante, dem Design mit Silikon-Tasten, ist die Folientastatur wie üblich mit einer Polyester-Dekorfolie versehen, die Tasten bestehen jedoch aus Silikon. Eugen Froch erläutert den Vorteil:“ Die Tasten verfügen über die Haptik einer Folientastatur und weisen eine griffige Tastenoberfläche auf, die das Gefühl einer hochwertigen Tastatur vermittelt. Die Tastenform kann in diversen Geometrien realisiert werden.“
Des Weiteren bietet N&H auch Ausführungen mit Silikonabdeckung an. Bei dieser Version ersetzt die Firma die Dekorfolie einer Folientastatur vollständig durch eine Silikonschicht. Diese Silikonabdeckung mit Tasten, realisierbar in diversen 3D-Formen, lässt sich als reine Betätigungsschicht auf das Schaltungspaket einer normalen Folientastatur auflaminieren. Sie kann aber auch als Betätigungsoberfläche mit integrierten Kontakten (Karbonpillen) gestaltet werden. Ein wesentlicher Vorteil dieser Ausführung gegenüber einer Standardfolientastatur ist, dass sich sehr niedrige Betätigungskräfte bei gleichzeitig guter Haptik erzielen lassen.
Eugen Froch ist übrigens überzeugt davon, dass die Folientastatur trotz der zunehmenden Bedeutung von Touch Panels auch in Zukunft eine wettbewerbsfähige und kostengünstige Eingabekomponente am Markt bleiben wird. Ein Trend sei, dass Folientastaturen, deren Hauptfunktion das Schalten von Stromkreisen in unterschiedlichen Eingabegeräten ist, zunehmend durch weitere elektronische Komponenten erweitert werden.
„Zum Beispiel werden Leuchtdioden inklusive der benötigten Vorwiderstände komfortabel in die Schaltung der Folientastatur integriert. Es werden also Bauelemente von der Leiterplatte auf die Tastaturebene verlagert“, berichtet Eugen Froch. Des Weiteren beobachtet er, dass neben der zunehmenden Integration von elektronischen Bauteilen „auch immer häufiger der Wunsch nach hinterleuchteten Folientastaturen seitens der Kunden an N&H herangetragen wird.“ Die typische flache Bauform soll jedoch beibehalten werden. Durch den Einsatz von LGF (Light Guide Film) könne dieser Wunsch weitestgehend erfüllt werden. (cp)